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Adieu Donau - Willkommen Schwarzes Meer

Mit etwas Wehmut haben wir uns von der Donau verabschiedet. Schliesslich hat sie uns auf 3000km begleitet. Damit einhergehend sagen wir auch adieu zu den Flachetappen. Ab jetzt wird es dann hügliger und bergiger!

Doch zuerst verbringen wir noch 2 ½ Tage in Constanta am Schwarzen Meer. Welch schönes Gefühl das war, das Meer vor uns zu sehen. Ein erster Meilenstein unserer Reise ist erreicht😊

Die Stadt, vor allem die Altstadt gefällt uns gut. Das Casino unten am Meer aus den Anfängen des 20. Jh (leider nicht mehr zugänglich, müsste restauriert werden), die Aussicht über die Stadt vom Minarett aus, der Hafen mit seinen vielen Restaurants, der Hauptplatz, all das lädt zum Verweilen und flanieren ein. Nur schade, dass die Temperaturen noch auf der frischen Seite sind. Nach wie vor verlassen wir das Hotel nicht ohne unsere Daunenjacken! Wir logieren in einem kleinen, feinen Boutique Hotel mitten im Kuchen. Es ist sehr stilvoll eingerichtet, alle Details der Einrichtung sind abgestimmt und die Terrasse ist herrlich. Die Besitzerin Claudia und ihr Patenkind Claudio verwöhnen uns laufend. Zur Begrüssung gibt es Prosecco, am nächsten Mittag servieren sie uns zuerst Kaffee und Süssigkeiten, bevor plötzlich ein Plättli aufgetischt wird mit einer Flasche Palinka und 2 Gläschen dazu… Dieses Getränk überlasse ich lieber Markus, ihm hat es bestens geschmeckt. Den Rest der Zeit vertreiben wir uns mit lesen, ausruhen, nichts tun.

Gestern Freitag sind wir wieder in die Pedle getreten. Die Fahrt war eher stressig, mussten wir doch einen grossen Teil der Strecke auf einer stark befahrenen Strasse hinter uns bringen. Und was wir nicht wussten: die Rumänen haben wegen des 1.Mai ein verlängertes Wochenende, welches viele nutzen, um die schönen Strände in Bulgarien aufzusuchen, somit fahren sie die gleiche Route wie wir. Wir werden mit einer schönen Unterkunft, Zimmer mit Balkon und Meerblick in Tyulenovo entschädigt. Beim Nachtessen staunen wir nicht schlecht, als wir von unserem Tischnachbarn angesprochen werden: Raphael, ein Schweizer, der seit vielen Jahren in Rumänien lebt und arbeitet war ebenso überrascht wie wir, hier an diesem abgelegenen Ort auf Schweizer zu treffen. Auch er hat das WE mit seiner Partnerin am schwarzen Meer verbracht. Wir haben uns für den Rest des Abends bestens unterhalten.

Die heutige Route haben wir so gewählt, dass wir wenn möglich der Küstenstrasse folgen konnten, um so dem Verkehr auszuweichen. Einziger Makel dieser Variante: Küstenstrassen haben es in sich, kurvig zu verlaufen, hoch und runter zu gehen...Dafür wurden wir von einer sehr schönen Landschaft entschädigt. Die Nebelschwaden verliehen der Szenerie etwas mystisches. Sonne hätten wir bevorzugt. Von Warna haben wir noch wenig gesehen, das steht noch auf dem Programm.

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