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Wir sind startklar!

In 2 Tagen ist es soweit! Wir fliegen nach Xi’An, dem Start-/Endpunkt der Seidenstrasse.

 

Die Vorbereitungen für den 2. Teil unseres Abenteuers gestalteten sich um einiges weniger umfangreich als letztes Jahr. Einerseits konnten wir von den Erfahrungen der letzten Reise profitieren, andererseits haben wir die notwendigen Checklisten, das Material und vor allem auch die Fahrräder, selbstverständlich nach einem Servicecheck,  bereits zur Hand. So ging es mehrheitlich darum, die Listen abzuarbeiten, Kleider, Campingausrüstung, Werkzeug usw. wieder zusammenzutragen und in unseren Packtaschen zu verstauen. Einzig eine wesentliche Änderung haben wir vorgenommen: wir haben uns ein grösseres und somit auch komfortableres Zelt gekauft. Damit einhergehend, darf Markus auch ein wenig mehr Gewicht schleppen, aber das ist es uns wert😉

 

Parallel dazu haben wir uns intensiv mit der Route auseinandergesetzt. Aber wie beim letzten Mal mussten wir uns eingestehen, dass wir schlussendlich einen „Kartenentscheid“ treffen müssen. All die vielen Blogeinträge, Reiseberichte und Bücher erleichtern uns den Entscheid nicht. Auf jeder beliebigen Routenwahl gibt es Interesssantes anzuschauen, hat es beschwerliche Abschnitte, sind die Wettervorhersagen unklar, kann es Sandstürme oder heisse Temperaturen, allenfalls auch Schneefall haben. Und wie es schlussendlich mit Rücken- bzw. Gegenwind aussehen wird, sei dahingestellt. Bestellt haben wir angenehme Temperaturen, nicht zu kalt und nicht zu heiss, viel Sonnenschein und vor allem nur Rückenwind. Wir lassen uns überraschen, ob Petrus uns diese Wünsche erfüllt.

 

Das Einholen unserer Visa für China und Tadschikistan, das A und O um unsere Reise überhaupt in der Form antreten zu können, haben wir wiederum outgesourced. Alles hat perfekt geklappt. Wie gewünscht, können wir 90 Tage am Stück in China reisen, ohne das Land zwischendurch verlassen zu müssen. Einfach toll!

 

Die notwendigen Impfungen haben wir bereits im März über uns ergehen lassen, ausstehend war vor allem noch die letzte Tollwutimpfung. Die Medikamententasche ist ebenfalls wieder vollständig gefüllt, vor allem im Hinblick auf Magen-/Darmerkrankungen, welche die meisten Radreisenden auf dem Pamir Highway durchmachen. Auch für eine allfällige Höhenerkrankung sind wir vorbereitet.

 

Heute bringen wir die Fahrradkisten bereits in die Gepäckaufbewahrung im Flughafen. Unser Auto ist zu klein, um Fahrräder und alle Gepäcktaschen gleichzeitig zu transportieren. Dieser kleine Sonntagsausflug ist gar nicht schlecht. Einerseits können wir bereits etwas Reiseluft schnuppern, andererseits können wir somit die Wartezeit bis Dienstag ein klein wenig verkürzen.

 

Etwas aufgeregt sind wir schon. Im Gegensatz zur letzten Reise, wo wir uns allmählich an die neuen Länder und Kulturen herantasten konnten, werden wir dieses Mal direkt in ein uns unbekanntes Land katapultiert. Wir kennen die Sprache nicht, Verhaltenstipps kennen wir nur aus Erzählungen und Lektüre. Was mir vor allem auch auf dem Magen liegt, ist das chinesische Essen. So gut dieses bei uns schmecken mag, der Gedanke daran, zum Frühstück, Mittag- und Nachtessen Nudeln und Reis mit Beilagen zu essen, behagt mir noch nicht so!

Aber lassen wir uns einfach überraschen! Es wird sowieso anders als wir es uns vorstellen.

 

Also, los geht’s! Wir freuen uns darauf, mit euch in Kontakt zu bleiben!

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