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Gelungener Start

Endlich ist es soweit! Am 17.4.2018 fährt uns Siggi, unser Nachbar am Morgen früh zum Flughafen. Unsere Velokisten, welche wir bereits am Sonntag zum Flughafen gebracht haben,  warten bereits sehnsüchtig darauf, aus der Gepäckaufbewahrung geholt und verfrachtet zu werden! Die Gepäckaufgabe mit unseren riesigen Velokisten verläuft problemlos. Der Mitarbeitende von Singapore Airlines, welcher unser Gepäck entgegen nimmt, ist sehr kulant. Zwar fragt er uns, wie schwer in etwa unsere Fahrräder sind (ca. 25kg mit Schachtel), die Waage zeigt schlussenldich aber nur 15kg an… Super für uns, die Kosten für zusätzliches Gepäck hält sich somit im vorgesehenen Rahmen.

 

Der Flug nach Singapore, unserem ersten Zwischenhalt, ist angenehm, da nicht ausgebucht. Wir haben die mittleren 4 Sitze der Reihe für uns, können uns ausstrecken, hinlegen und etwas schlafen. 

 

In Singapore haben wir 11 h Aufenthalt, Zeit genug, unseren Freunden einen Besuch abzustatten, eine Dusche zu nehmen, ein Nickerchen zu machen, gemeinsam zu Lunchen und anschliessend zum Flughafen zurückzufahren. 

 

Bereits beim Warten auf den Weiterflug nach Xi’An bemerken wir, dass wir nach China fliegen. Etliche chinesische Reisegruppen warten auf das Boarding. Es ist laut, hektischer als üblich. einige Reisende essen noch ihre Nudeln oder Snacks, tätigen die letzten Einkäufe im Duty Free. Die Kleidung der Reisenden ist anders als üblich in internationalen Flughäfen, sie ist eben chinesisch. Bilder dazu in Kürze!

 

Der Flug nach Xi’An dauert nochmals 5½ h, eingeklemmt in engen Sitzreihen. Wir gehören zu den wenigen Passagieren, die eine Wolldecke und das Essen erhalten, weil der Flug ein Codeshare flight mit Singapore Airlines ist. Im Flugzeug wird geschnattert, erzählt, Bilder ausgetauscht, Filme mit voller Lautstärke geschaut. Markus und ich versuchen ein wenig zu schlafen, sind aber etwas nervös und plagen uns mit der Frage herum ob unser Gepäck und vor allem unsere Fahrräder auch tatsächlich in Xi’An ankommen?

 

Kurz vor 23.00 landen wir planmässig. Die Passkontrolle verläuft problemlos, wir erhalten unseren Einreisestempel ohne irgendwelche Fragen. Die erste Hürde ist genommen und die nächsten 90 Tage unserer Reise sind gesichter, perfekt! Jetzt fehlt nur noch unser Gepäck. Kaum hat sich das Band der Gepäckausgabe in Bewegung gesetzt, kommen auch schon unsere Fahrradtaschen. Das ist immerhin schon ein gutes Zeichen. Aber wo werden unsere Velos angeliefert? Die kommen definitv nicht über das Fliessband. Nach einigen Anläufen und Suchen finden wir eine Person, die sich darum kümmert. Wir brauchen nicht lange zu warten, bis unsere riesigen Kisten gebracht werden. Wir sind erleichtert! Nachdem das gesamte Gepäck inkl. unserer Velokisten gescannt wurden (die Velos hatten knapp Platz im Scanner) sind wir definitiv in China angekommen! Unser Abenteuer kann beginnen.

Die erste Übernachtung haben wir wohlweislich in der Nähe des Flughafens gebucht. Zuerst überlegen wir uns, ein Taxi zu nehmen. Aber mit  diesen riesigen Kisten? Wie soll das funktionieren, vor allem, da der Flughafen zu so später Stunde schon fast ausgestorben ist? Kurzentschlossen etnscheiden wir uns, unsere Fahrräder auszupacken, Rad und Pedalen zu montieren, und mit dem Fahrrad zum Hotel zu fahren. Schnell finden sich einige Schaulustige ein, die jede Bewegung von uns beobachten, unsere Velo’s genau studieren, neugiereig sind und wissen wollen, was unsere Fahrräder kosten. Eigentlich wäre alles reibungslos gelaufen, ausser meinem kleinen Lapsus. Ich beginner den Pneu zu pumpen, was anfänglich auch gut gelingt. Beim Entfernen der Pumpe jedoch entweicht alle Luft…. Musste das jetzt sein? Nächstes Mal überlasse ich das besser von Beginn weg wieder dem Veloexperten Markus. Er kann das definitive besser und hat zudem auch mehr Kraft.  Zu guter Letzt hängen wir unsere Velotaschen an die Velos, montieren noch unsere Velolampen und pedalen die ersten 3km in China, bis wir unser Hotel endlich erreichen. Es ist bereits 1.30, Zeit zum Schlafen.

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